Prognosebericht

Künftige Ausrichtung des Unternehmens und der Geschäftstätigkeit

Wir haben unsere Wettbewerbsfähigkeit mit der erfolgreichen, zügigen Integration der Deutsche Wohnen und der GEHAG deutlich erhöht und die Ertragskraft des Unternehmens auf eine solide Basis gestellt. Die in unserem Eigentum bewirtschafteten Vermögenswerte haben sich insgesamt sehr gut entwickelt, so dass weitere Wertkorrekturen aus heutiger Sicht nicht vorgenommen werden müssen. Die in 2008 eingeleitete Entschuldungspolitik wurde durch die Einnahmen aus der Kapitalerhöhung beschleunigt. Der Verschuldungsgrad bewegt sich heute in dem von uns fokussierten Zielkorridor. Kredite über insgesamt EUR 900,0 Mio. wurden neu verhandelt; damit ist die Bilanzoptimierung weitestgehend abgeschlossen.

Nunmehr gilt es, die positiven Entwicklungen zu verstetigen und das Geschäftsmodell zu skalieren. Auf der einen Seite heißt das, die vorhandenen Wachstumspotenziale systematisch zu nutzen, auf der anderen Seite, nachhaltiges, externes Wachstum in den Kernregionen zu generieren. Für 2010 sind insofern zwei Ziele zu fokussieren:

  • Wir wollen uns operativ weiter verbessern, die Verlustjahre hinter uns lassen und die Dividendenfähigkeit untermauern;
  • Wir wollen wachsen und uns damit in Deutschland unter den großen börsengelisteten Gesellschaften dauerhaft etablieren.

Für die Prognose 2010 und 2011 haben wir folgende Annahmen getroffen:

Im Jahresgutachten des Sachverständigenrats 2009 wird ein Anstieg des Bruttoinlandsprodukts von 1,6 % für 2010 erwartet9, andere Prognosen sprechen von einer Bandbreite von 1,2 % bis 1,9 %. Für 2011 werden Wachstumsraten von 1,2 % bis 2,0 % veröffentlicht. Auf dieser Basis erwarten wir eine weitere Konsolidierung der Wirtschaft. Im Zuge dessen wird auch das Zinsniveau wieder ansteigen.

Im Segment Wohnungsbewirtschaftung rechnen wir mit steigenden Mieteinnahmen und geringeren Belastungen aus dem Leerstand, so dass die Mietausfälle durch die Verkäufe wieder weitestgehend kompensiert werden sollen.

Im Bereich der Verkäufe bleibt das Privatisierungsziel von 500 Wohneinheiten unverändert bestehen.

Die Darlehensrückzahlungen werden ihren vollen Effekt in 2010 zeigen, so dass die Zinsbelastung nochmals signifikant zurückgeht.

Durch das Ausbleiben weiterer Restrukturierungsaufwendungen sollten wir in 2010 erstmals ein ausgeglichenes bzw. leicht positives Gesamtergebnis erzielen. Für das Jahr 2011 erwarten wir ein positives Gesamtergebnis.

Wir erwarten für 2010 eine deutliche, mehr als 10 %ige Steigerung des FFO von derzeit EUR 0,43 je Aktie auf ca. EUR 0,48 je Aktie. Für 2011 gehen wir von einem vergleichbaren Niveau aus.

Nicht berücksichtigt sind hierbei Ergebnisbeiträge aus der Bewertung, aus Blockverkäufen und/oder aus Akquisitionen.

Frankfurt am Main, 3. März 2010

Deutsche Wohnen AG

Michael Zahn, Vorstandsvorsitzender (Unterschrift) Helmut Ullrich, Finanzvorstand (Unterschrift)
Michael Zahn
Vorstandsvorsitzender
Helmut Ullrich
Finanzvorstand

9 Sachverständigenrat, Jahresgutachten 2009/2010.

Verlauf