Ergebnis aus Pflege und betreutes Wohnen

Der Geschäftsbereich Pflege und Betreutes Wohnen wird über die KATHARINENHOF® Gruppe betrieben. Das Unternehmen konzentriert sich vornehmlich auf den Betrieb qualitativ hochwertiger Wohn- und Pflegeanlagen in den fünf Bundesländern Berlin, Brandenburg, Sachsen, Niedersachsen und Rheinland-Pfalz. Die Seniorenimmobilien befinden sich überwiegend im Eigentum der Deutsche Wohnen Gruppe. Insgesamt betreibt die KATHARINENHOF® 1.125 Pflegeplätze und 229 Appartements im Betreuten Wohnen. Der Fair Value der von der KATHARINENHOF® Gruppe genutzten Immobilien beträgt EUR 78,4 Mio.

Insgesamt hat die KATHARINENHOF® Gruppe trotz verschärfter sozialpolitischer und marktbezogener Rahmenbedingungen das EBITDA 2009 gegenüber dem des Vorjahres steigern können:

  2009 2008
  EUR Mio. EUR Mio.
Erlöse    
Pflege 32,2 32,2
Wohnen 2,9 2,8
Sonstige 3,7 3,6
  38,8 38,6
Kosten    
Pflege- und Verwaltungskosten 11,2 11,6
Personalkosten 18,5 18,3
  29,7 29,9
Ergebnis (EBITDA) 9,1 8,7

Durch die Steigerung der Belegungsquote von 90,1 % im Jahr 2008 auf 93,7 % im Jahr 2009 und die Optimierung des Pflegestufenmanagements konnte die EBITDA-Rendite von 10,8 % auf 11,2 % gegenüber dem Vorjahr gesteigert werden. Unter Berücksichtigung der Verschuldung in Höhe von EUR 63,7 Mio. stieg die Eigenkapitalrendite von 33,5 % auf 38,2 % an.

Der Wettbewerb und das Nachfrageverhalten im Pflegebereich wurden ab Jahresbeginn 2009 maßgeblich durch die Einführung jährlicher, externer Qualitätskontrollen beeinflusst. Die Veröffentlichung der Ergebnisse der gesetzlich geregelten Prüfungen erfolgt auf einer eigenen Website des GKV Spitzenverbands. Die Qualitätsbenotungen (Schulnotensystem) werden somit zu einem wichtigen Marketingelement. Die KATHARINENHOF® Gruppe hat sich seit längerer Zeit strategisch erfolgreich auf diese Qualitätsprüfungen vorbereitet. Bis zum Jahresende 2009 wurden sieben KATHARINENHOF®-Einrichtungen durch die zuständige externe Prüfbehörde auditiert. Dabei konnten Qualitätsnoten zwischen 1,1 und 1,5 erreicht werden, eine Einrichtung platzierte sich bei 2,3 – insgesamt alle weit besser als der jeweilige Landesdurchschnitt.

Auch künftig wird im Segment der Seniorenwohn- und Pflegeanlagen internes Wachstum vor allem durch die Werttreiber Mietsteigerung und Leerstandsreduktion/Neuvermietung (im Bereich des Betreuten Wohnens) sowie durch Pflegesatzsteigerungen und Belegungssteigerungen (im Bereich der vollstationären Pflegeeinrichtungen) generiert werden können. Mieten und Pflegeentgelte liegen in allen KATHARINENHOF®-Einrichtungen im oberen Drittel des jeweils regionalen Marktdurchschnitts.

Bewirtschaftungskosten: EUR 9,74 pro m2