Wirtschaftliche Rahmenbedingungen

Weltwirtschaft

In den letzten Monaten 2008 sowie zu Beginn des Jahres 2009 befand sich die Weltwirtschaft in einer der schwersten Krisen der Nachkriegszeit. Durch umfangreiche Stützungsmaßnahmen der Notenbanken und Regierungen weltweit wurde jedoch die Basis für eine Erholung gelegt. Die globale Wirtschaftsleistung ist 2009 voraussichtlich um 0,8 % zurückgegangen.1

Trotz der verbesserten Erwartungen wird die konjunkturelle Erholung der Weltwirtschaft im Jahr 2010 wohl nur eine geringe Dynamik entfalten. Positive Impulse sollen weiterhin durch die weltweiten Konjunkturprogramme sowie eine starke Entwicklung der Schwellenländer entstehen. Das IFW geht für 2010 von einem globalen Wachstum von 3,6 % und für 2011 von 3,9 % aus.

Entwicklung in Deutschland

Die weltweite Nachfrageschwäche führte in Deutschland zu Jahresbeginn 2009 zu einem Rückgang der Exporte und der Ausrüstungsinvestitionen. Trotz der leichten konjunkturellen Verbesserung in der zweiten Jahreshälfte brach die gesamtwirtschaftliche Produktion im Jahresdurchschnitt um 4,8 % ein. Die expansiven fiskal- und geldpolitischen Maßnahmen im Zusammenspiel mit den Arbeitsmarkt stabilisierenden Elementen konnten einen noch tieferen Einbruch jedoch verhindern. Zur Stabilität des Arbeitsmarktes trugen vor allem der verstärkte Einsatz der Kurzarbeit und die, im Vergleich zu früheren Zyklen, höhere Flexibilität bei den tarifvertraglichen Regelungen bei.2

1 World Economic Outlook des IFW, 26. Januar 2010.
2 Sachverständigenrat, Jahresgutachten 2009/2010.

Geringe Dynamik der Weltwirtschaft in 2010