Umwelt

Für die Herausforderungen von morgen

Bis zum Jahr 2020 will die Bundesregierung die CO2-Emission um 40 % senken. Wir tragen schon jetzt zu diesem Ziel bei: mit energetischen Sanierungsmaßnahmen, die die Umwelt schützen, den Immobilienwert steigern und für unsere Mieter bezahlbar sind.

Fast 20 % des Gesamtenergieverbrauchs in Deutschland werden im Gebäudebereich verursacht. Enorme Einsparpotenziale beim Energieverbrauch weisen die Altbaubestände auf, zu denen rund 18 Millionen Wohnungen zählen. Auch viele unserer Bestände gehören dazu, ferner steht ein Großteil unserer Immobilien unter Denkmalschutz. Diese Gebäude sind von bedeutendem historischem und kulturellem Wert, weshalb ihre energetische Sanierung und Modernisierung Einschränkungen unterliegen. Wir setzen daher verstärkt auf effiziente Heiztechnik und ökologische Formen der Wärmeversorgung.

Ein Beispiel für die Einsparung wertvoller Primärenergie stellt die Berliner Gropiusstadt dar. Hier wurde ein neues Kraftwerk auf der Basis von Holz mit einem Primärenergiefaktor von 0,0 errichtet. Das Holzheizkraftwerk versorgt die rund 50.000 Einwohner der Gropiusstadt sicher und umweltfreundlich mit Wärme. Der Einsatz von Holz führt zu einer jährlichen CO2-Minderung um ca. 160.000 t gegenüber der vorherigen Versorgung auf Kohlebasis. Das Kraftwerk trägt darüber hinaus mit 3 % zum CO2- Minderungsziel der deutschen Hauptstadt bei. Neben der Umwelt profitieren auch die Bewohner von der Anlage, für sie reduzierten sich die Wärmekosten um durchschnittlich 30 %. Das gemeinsame Projekt der RWE/HARPEN EKT und der GbR Fernheizung Gropiusstadt, ein Zusammenschluss der Deutsche Wohnen und weiterer Wohnungsgesellschaften in der Gropiusstadt, erhielt den 1. Preis der Berliner KlimaSchutzPartner.

In Berlin-Zehlendorf haben wir die ursprünglich dezentrale Wärmeversorgung durch Fernwärmeanschlüsse in Kombination mit Kraft-Wärme-Kopplung ersetzt und somit den Primärenergiebedarf über die Hälfte gesenkt. Fernwärme hat viele Vorteile: Da keine Energieaufbereitung in den Wohngebieten stattfindet, werden Abwärmeverluste durch Rauchgase vermieden. Auch das Wohnumfeld verbessert sich wesentlich, weil keine Emission vor Ort entsteht. Zusammen mit der Kraft-Wärme-Kopplung ergeben sich weitere Vorzüge: Hier wird die bei dem Prozess der Stromgewinnung entstehende Wärme zur Versorgung von Wohngebieten genutzt. Auf diese Weise ist der CO2-Ausstoß im Vergleich zu anderen Formen der Energiegewinnung deutlich geringer. Neben der positiven ökologischen Wirkung hat die Fernwärme auch finanzielle Vorteile, die unseren Mietern zugutekommen.

40 % unserer Wohnungen sind bereits an Fernwärme angeschlossen. Zukünftig werden wir weitere Bestände mit dieser nachhaltigen Form des Heizens versorgen. In Berlin-Pankow beispielsweise startet 2010 der erste Bauabschnitt zur Umstellung der Heizsysteme, wie Gasetagenheizungen, auf Fernwärme.

Dass energieeffiziente Modernisierung und Denkmalschutz sich nicht ausschließen, haben wir in der UNESCOWelterbe- Siedlung „Weiße Stadt“ in Berlin gezeigt: Durch die Umstellung der zentralen Energieversorgung von Öl auf Gas sowie durch Maßnahmen zur Verbesserung der Regelungstechnik ist es uns gelungen, die CO2-Emission um 30 % zu verringern und die Kosten um 15 % zu senken.

Verlauf

Gropiusstadt:
Reduzierung der Heizkosten um durchschnittlich 30 %

Waldsiedlung:
Verringerung des Primärenergiebedarfs nach der Modernisierung um 53,7 %

Weiße Stadt:
Senkung der CO2-Emissionen nach dem Energieträgerwechsel um 3.000 t